Im Spätsommer 1989 unternahmen wir unsere erste Urlaubsreise in den Südwesten der USA.

Wir flogen von Düsseldorf mit der LTU in ca. 13 Stunden non-Stop nach Los Angeles. In Los Angeles übernahmen wir für drei Woch einen Leihwagen. Noch am gleichen Nachmittag fuhren wir nach San Diego. Den nächsten Tag verbrachten wir hier. Wir besichtigten den Balboa Park, den Hafen, Coronado Peninsula usw. Am späten Nachmittag fuhren wir zurück über Los Angeles und weiter bis Thousand Oaks.

Nach unserer Übernachtung in Thousand Oaks fuhren wir weiter bis nach Santa Barbara. Wir besichtigten den Botanischen Garten und die Mission an. Am späten Nachmittag erreichten wir Hearst Castle. Bedauerlicherweise war der letzte Bus zur Besichtigung gerade abgefahren. Der nächste Tag brachte uns nach Monterey und zum 17 Mile Drive. Hier, am Pebble Beach, liegen einige der berühmtesten Golfplätze der Welt. Das weltberühmte Aquarium von Monterey ist sehr sehenswert. Die nächsten drei Tage verbrachten wir in San Francisco. Nur einige Höhepunkte seien hier genannt. Fishermans Wharf, Golden Gate Bridge, Golden Gate State Park, Presidio, Transamerica Pyramid, Japanischer Teegarten, Alcatraz, China Town, Cable Car, Sausalito usw.

Am nächsten Tag fuhren wir weiter nach Sacramento. Das Capitol in Sacramento und die renovierte Altstadt sind sehr sehenswert. Auch der Stadtpark direkt am Capitol der Hauptstadt Kaliforniens lädt zum ausruhen ein. Das Fort des Schweizer Johann Sutter, auf dessen Land am American River das erste Gold gefunden wurde, liegt mitten in der Stadt.

Am Abend erreichten wir Lake Tahoe. Nach dem Abendessen fuhren wir über die nur etwa 1 Meile entfernte Grenze Nevada. Hier reiht sich eine Spielhölle an die andere. Die Rundstrasse um den See ist landschaftlich sehr reizvoll. Am Nordufer des See´s findet man die aus der Serie Bonanza bekannte Ponderosa. Sie wurde von einem geschäftstüchtigen Bewohner hier “originalgetreu” nachgebaut. Angegliedert an die Ranch ist ein “Museum”. Hier wird allerhand Krempel ausgestellt. Von der verrosteten Schere bis zum unbrauchbaren Revolver. Bei den Amis ist alles was älter als 30 Jahre ist, historisch.

Von Lake Tahoe fuhren wir durch die Sierra Nevada zum Mono Lake. Über den Tioga Pass fuhren wir zum Yosemite National Park. Eine unvergleichliche Landschaft erwartete uns. Der Half Dome, El Capitan, Merced River, Tuolumne Meadows, die Haine mit den gigantischen Sequoias und die vielen Wasserfälle im Yosemite-Valley. Hiernach folgt der Kings Canyon mit riesigen Basaltmonolithen und dem gigantischen Kings-Canyon.

Vom Kings-Canyon ging es über Lake Isabel ins Death-Valley. Hier verbrachten wir einen heissen Tag. Es wurden Anfang Seprember etwa 47 Grad Celsius im Schatten gemessen. Den ganzen Tag verbrachten wir im Tal. Am Abend fuhren wir nach Ls Vegas. Wir erreichten Las Vegas relativ spät und es war ein überwältigender Anblick die Stadt hell erleuchtet inmitten der Wüste zu sehen.

Zwei Tage später fuhren wir von Las Vegas nach dem Zion National Park. Die Felsformationen in diesem Park sind beachtenswert. Meine Frau konnte es nicht lassen, barfuss durch den Virgin River zu laufen. Nach einer Übernachtung in einem nagelneuen Motel ging es am nächsten Tag zum Bryce Canyon. Dieser “Canyon” ist nicht direkt ein Canyon sondern eher ein Amphitheater. Die Wege in diesem Park sind sehr gut ausgebaut und man kann dort einige sehr schöne Wanderungen machen.

Der nächste Höhepunkt war der Arches NP in der Nähe von Moab. Den Abend verbrachten wir in einem Club bei Country Music und kühlem Bier.

Jetzt führte uns unser Weg nach Colorado. Über Montrose ging nach Mesa Verde. Die Wohnungen der Anasazi-Indianer waren wirklich beeindruckend. Schilder warnten vor den Anstrengungen. Besonders ältere und kreislaufgeschädigte wurden gebeten die Ruinen nicht zu besuchen. Nach dem Wiederaufstieg auf den “Tisch” (Mesa ist spanisch und bedeutet Tisch), wusste ich warum diese Warnschilder aufgestellt waren. Man befindet sich in etwa 3000 Metern über dem Meer. Erst jetzt wurde uns das richtig bewusst.

Am Abend wurde die Suche nach einem Motel in dieser einsamen Gegend fass zu einem Abenteuer. Wir fanden zum Glück noch ein sehr schönes Motel mit einer etwa 85-jährigen Wirtin. Sie rief auf unseren Wunsch hin das etwa 1,5 Meilen entfernete Restaurant an, so dass wir an diesem Abend noch zu einem passablen Abendessen kamen.

Der nächste Morgen führte uns zu den “Four Corners”. Dies ist der einzige Ort in den USA, wo vier verschiedene Staaten aneinander grenzen. Weiter ging es zu den Goosenecks des Little Colorado. Am späten Vormittag erreichten wir Monument Valley. Die Navajos leben teilweise noch in ihren ursprünglichen Hogans, halb in die Erde gebauten Lehmhütten. Die Menschen sind sehr arm. Wir konnten das aus eigener Sicht erfahren. Meine Frau kaufte einer Indianerin Schmuck für 10 Dollar ab. Das Geld wurde sofort für Benzin ausgegeben. Die Familie wäre ohne unseren Kauf an diesem Tag wohl nicht mehr nach Hause gekommen.

Unser Weg führte uns nun weiter zuum Grand Canyon. Wir hatten das Pech gerade an einem Wochenende anzukommen. An einem herrlichen Septembertag war der Park doch stark von Besuchern frequentiert. Das in einem Aussichtsturm untergebrachte Museum zeigt anschaulich das frühere Leben der Ureinwohner in dieser Gegend.

Den Anblick dieser wohl grössten Schlucht der Erde kann man nur sehr schwer beschreiben. Man muss dies aus eigener Anschauung gesehen haben. Alleine hier, wie aber auch in jedem anderen der grossartigen Naturparks im Südwesten, kann man seinen gesamten Urlaub verbringen.

Wir übernachteten in der Canyon Lodge und fuhren am übernächsten Tag weiter nach Phoenix. Hier besuchten wir einen Bekannten, der seit einiger Zeit in Phoenix lebte und jetzt wieder zurück ist in Deutschland. Weiter ging es nach Tucson. Tucson beheimatet eine sehenswerte Kathedrale. Bedauerlicherweise wurde diese gerade renoviert. Man kam weder hinein, noch konnte man die volle Schönheit dieses Bauwerkes von aussen bewundern, da es eingerüstet und teilweise verhangen war.

Den nächsten Tag verbrachten wir im Desert-Museum und in Old Tucson, einer Kulissenstadt in der viele Western und Fernsehserien gedreht wurden. Am späten Nachmittag fuhren wir noch in den Organpipe NP und erreichten spät Nachts unser Motel (welches wir vorsorglich im voraus gebucht hatten) in Yuma. Von Yuma ging es am nächsten Tag nach Long Beach. Hier erledigten wir noch einige Einkäufe und Tags darauf flogen wir nach drei überaus ereignisreichen und anstrengenden Wochen zurück nach Düsseldorf.

USA 1989