Die Eifel

 

Die Eifel ist Teil des Rheinischen Schiefergebirges in Deutschland, in den Bundesländern Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Begrenzt wird sie im Süden von der Mosel, im Osten vom Rhein und im Westen von den Ardennen. Das überwiegend bewaldete Hochland wird von einzelnen Bergrücken überragt. Die höchsten Erhebungen sind vulkanischen Ursprungs, wie z. B. die Hohe Acht, mit 747 Metern höchste Erhebung der Eifel. Eine landschaftliche Besonderheit bilden die Maare, durch vulkanische Gasexplosionen entstandene Vertiefungen, die häufig von Seen erfüllt sind.

Daneben zeugen auch Reste von Vulkankegeln von starker tektonischer Aktivität in früherer Zeit. Aufgrund relativ hoher Niederschläge beschränkt sich der Ackerbau auf die Kultivierung von Hackfrüchten. Daneben ist die Milchwirtschaft von Bedeutung. Der Abbau von Bleierz wurde in den sechziger Jahren eingestellt.

Rheinisches Schiefergebirge, westlicher Abschnitt der deutschen Mittelgebirgsschwelle zu beiden Seiten des mittleren Rheins zwischen Bonn und Bingen. Am Rheinischen Schiefergebirge haben verschiedene Mittelgebirge Anteil. Die Mosel untergliedert den Teil westlich des Rheins in Hunsrück und Eifel. Diese leiten nach Westen über zu den Ardennen. Die östlich des Rheins gelegenen Abschnitte des Schiefergebirges sind südlich der Lahn der Taunus, zwischen Lahn und Sieg der Westerwald und das Siebengebirge sowie nördlich der Sieg das Bergische Land und das Sauerland. Dieser rechtsrheinische Teil ragt weiter nach Norden vor als der linksrheinische und ist auch wesentlich breiter.

Das Rheinische Schiefergebirge entstammt der variskischen Gebirgsbildung des Paläozoikums. Die weitflächig verbreiteten Gesteine datieren aus dem Devon und dem Karbon und sind überwiegend aus Tonschiefern aufgebaut. Darüber hinaus sind an der Gesteinszusammensetzung maßgeblich Grauwacken (ein Sedimentgestein) und Quarzitfelse beteiligt. Einige Bereiche des Rheinischen Schiefergebirges wie Eifel oder Westerwald wurden in erdgeschichtlich jüngerer Zeit durch Vulkanismus überprägt. Ein wichtiges Merkmal der Struktur ist der von Südwesten nach Nordosten gerichtete Verlauf der einzelnen Gebirgszüge. Hebungsphasen wechselten mit Perioden der Abflachung, und die mittlere Höhe des Rheinischen Schiefergebirges liegt heute bei 500 bis 600 Metern. Im Inneren der einzelnen Mittelgebirge herrschen ausgedehnte Hochflächen vor. Sie werden von den markanteren bewaldeten Erhebungen meist nur schwach überragt. Die Ränder sind häufig durch Nebentäler stark gegliedert.

Auf den niederschlagsreichen Hochflächen werden Forst- und Grünlandwirtschaft betrieben. In den klimatisch begünstigten, trockeneren Becken werden Obst und Gemüse angebaut, an den sonnenexponierten Hängen wird Weinbau betrieben. Im Rheinischen Schiefergebirge wurden mehrere Gebiete zu Naturparks erklärt.

Der Naturpark Nordeifel ist ein etwa 1.751 Quadratkilometer großes Gebiet in Nordrhein -Westfalen und Rheinland-Pfalz.

Der 1960 eingerichtete Naturpark ist ein Teil des deutsch-belgischen Naturparks Hohes-Venn/Eifel. Der deutsche Abschnitt umfasst einige Bereiche der Eifel und des Hohen Venns, das überwiegend in Belgien liegt.

Weite Teile des Gebiets sind waldbedeckt. Neben großen Beständen an Wild präsentiert sich vor allem die Vogelwelt überaus artenreich. In von Heiden bedeckten Gebieten leben u. a. Goldammern, an Bächen finden Graureiher Nahrung, und im Uferbereich der Seen machen Zugvögel wie Kraniche Station.

Während der vergangenen Jahrzehnte wurden mehrere Stauseen angelegt; zu den größten gehören der Rur- und der Urftstausee. Der Rurstausee, ein rund acht Quadratkilometer großer Stausee der Rur in der Eifel in Nordrhein-Westfalen. Der nach der Bleilochtalsperre in Thüringen zweitgrößte Stausee Deutschlands fasst gut 205 Millionen Kubikmeter Wasser. Er dient vornehmlich der Energiegewinnung und der Wasserstandsregulierung und ist Zentrum eines viel besuchten Naherholungsgebietes.

Die Rur ist ein etwa 248 Km langes Flüsschen welches im Hohen Venn in Belgien entspringt und über Monschau, den Rurstausee, Düren und Jülich bis nach Roermond fliesst und dort in die Maas mündet.

Die meisten Seen haben sich zu viel besuchten Erholungsgebieten entwickelt. Nahe dem Olefstausee wurde ein etwa 60 Hektar großes Wildfreigehege angelegt, das auch eine Greifvogelstation umfasst.

Im Besucherbergwerk bei Bleialf werden die Arbeitsbedingungen der Bergleute dokumentiert, die in den früher ergiebigen Kupfer- und Bleierzminen arbeiteten. Tiefen Einblick in das Leben der alten Ritter vermittelt das Burgenmuseum in Nideggen, dessen Stadtmauer gut erhalten ist.

Ein beliebtes Ausflugsziel ist Monschau; das Stadtbild wird von den Fachwerkfassaden der restaurierten Bürgerhäuser geprägt. Zu den besonderen Attraktionen gehört das Glasmuseum mit Exponaten zur Geschichte der Glasherstellung und das “Rote Haus”.

 

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